Energie in der Produktion
effizient nutzen
Wer die Energieverbräuche seiner Produktion kennt, kann gezielt prüfen, wo sich Energie vermeiden, reduzieren, zurückgewinnen oder an anderer Stelle nutzen lässt. Dabei geht es nicht um einzelne Standardmaßnahmen, sondern um das Zusammenspiel von Maschinen, Antrieben, Nebenaggregaten und Energieflüssen innerhalb der Produktion.
HIB betrachtet Energieeffizienz aus Sicht der Industrieautomation und entwickelt gemeinsam mit Unternehmen technische Ansätze, die zur jeweiligen Anlage und zum Produktionsprozess passen.
Energieeffizienz direkt an Maschine und Prozess verbessern
Im Mittelpunkt stehen sieben technische Handlungsfelder:
Verbrauchs- und Produktionsdaten bilden die Grundlage für die Bewertung technischer Maßnahmen. Energiekennzahlen können beispielsweise Maschinen, Produktionsmengen oder einzelnen Produkten zugeordnet werden.
Maschinen benötigen nicht in jedem Betriebszustand die gleiche Leistung. Stand-by-Konzepte, bedarfsgerechte Drehzahlen, geeignete Motoren und Frequenzumrichter sowie optimierte Bewegungsabläufe können Ansatzpunkte sein, um unnötigen Energieeinsatz zu reduzieren.
Kompressoren, Maschinen, Schaltschränke und weitere technische Systeme geben Wärme an ihre Umgebung ab. Je nach Temperaturniveau und Anwendung kann geprüft werden, ob diese Energie beispielsweise für andere Wärmeprozesse oder über Wärmepumpentechnik weiter genutzt werden kann.
Druckluft, Pneumatik, Vakuumerzeugung, Absaugungen und Kühlung gehören häufig zu den relevanten Nebenverbrauchern einer Produktion. Ansatzpunkte können unter anderem Leckagen, Druckniveau und eine bedarfsgerechte Steuerung sein.
Bei dynamischen Antrieben entsteht beim Abbremsen Energie. Abhängig von Anlage und Systemarchitektur kann geprüft werden, ob diese Energie über Rückspeisung, gemeinsame Zwischenkreise oder industrielle DC-Netze weiter genutzt werden kann.
Nicht nur der Gesamtverbrauch, sondern auch der Zeitpunkt des Energiebedarfs kann relevant sein. Lastmanagement, elektrische oder thermische Speicher und die Einbindung eigener Energieerzeugung können dazu beitragen, Energieflüsse innerhalb der Produktion besser aufeinander abzustimmen.
Nicht jede Produktionsanlage lässt sich mit Standardmaßnahmen optimieren. Bei besonderen Prozessen können individuelle technische Konzepte sinnvoll sein. Entscheidend ist für uns, neue Ansätze immer an ihrer industriellen Umsetzbarkeit und dem konkreten Nutzen für die Produktion zu messen.
Von der Analyse zur passenden Maßnahme
Nicht jede technisch mögliche Maßnahme ist für jede Anlage wirtschaftlich oder sinnvoll. Deshalb betrachten wir zunächst die vorhandenen Energieflüsse, Betriebszustände und Produktionsanforderungen. Auf dieser Grundlage lässt sich bewerten, an welcher Stelle eine technische Optimierung sinnvoll ist und wie sie sich in die vorhandene Automatisierungs- und Anlagentechnik integrieren lässt.
Besonders bei der Modernisierung bestehender Maschinen bietet sich die Möglichkeit, Energieeffizienz direkt mitzudenken. Werden Steuerungen, Antriebe oder Schaltschränke ohnehin erneuert, können beispielsweise bedarfsgerechte Regelungen, moderne Antriebssysteme oder zusätzliche Mess- und Steuerungstechnik in das Retrofit-Konzept einbezogen werden.
Wir sind für Sie da
Sie möchten prüfen, wo sich Energie in Ihrer Produktion technisch sinnvoller nutzen lässt? Gemeinsam betrachten wir Ihre Maschinen, Anlagen und Energieflüsse und identifizieren geeignete Ansatzpunkte für Ihre Produktion.